Geschichte

Weitere Bautätigkeit am Rande der alten Gartenstadt

Bereits ab 1925 entstand die „Schwarzwaldsiedlung“ oder auch „Holzhaussiedlung“, so genannt, weil die Häuser vorwiegend aus Holz gebaut und mit Schindeln verkleidet waren.

Am Langen Schlag, der Neueichwaldstraße, dem Weiß- und Rottannenweg sowie am Märker Querschlag errichtete man Mitte der 30er Jahre im Gegensatz zu den Siedlungshäusern von Neueichwald I freistehende Einfamilienhäuser, die schlüsselfertig verkauft wurden (sog. Arbeitsfrontsiedlung, staatlich gefördert). Ebenfalls in den 30er Jahren wurden die Einfamilienhaussiedlung an der Baldurstraße und die „Sportplatzsiedlung“ am Soldatenweg gebaut (Arbeitsfrontsiedlung).

Auch in der Gartenstadt machte sich Widerstand gegen die Nazis bemerkbar. Jakob Faulhaber (Gedenktafel Am Grünen Hag), Rudolf Maus, Max Winterhalter und Philipp Brunnemer, Angehörige der Georg-Lechleiter-Gruppe wurden 1942 hingerichtet.

Die 1930 bis 1931 gebaute Waldschule, ein in den Wald reichender einstöckiger Flachdachbau mit verschiedenen Einzelgebäuden, verbunden durch Pergolen, machte Unterricht auch im Freien möglich (so genannte Freiluftschule). Wegen der ansteigenden Schülerzahlen Mitte der 30er Jahre wurden weitere Pavillons errichtet. Über 1100 Schüler gingen in die damalige Herbert-Norkus-Schule. Die Wände einiger Neubauten waren mit Szenen aus dem HJ-Leben bemalt.

1937 erhielt die katholische Kirchengemeinde, die bis dahin von St. Franziskus betreut wurde und lediglich eine Notkirche hatte, mit St. Elisabeth einen Kirchenneubau und wurde selbständig. Am Kuhbuckel entstand die evangelische Erlöserkirche. Erst 1949 errichtete man in der Gartenstadt mit der Gnadenkirche eine evangelische Kirche. Es war der erste Kirchenneubau nach dem Krieg in Mannheim.

Bildquellen

  • Freyaplatz: Heinz Egermann